Von der grauen Vorzeit Ahldorfs bis heute...

~  500 - 600 entstand die erste alemannische Siedlung auf Ahldorfer Gebiet,
             genannt Auldorf oder Aulendorf

~  790  wird Ahldorf erstmals urkundlich erwähnt. Um diese Zeit soll auch die erste Ortsburg
             mit Kapelle entstanden sein.

~ 1250 erhielt die nächstgelegene Stadt Horb das Stadtrecht

~ 1255 wurde bei Ahldorf die Burg Frundeck errichtet
~ 1314 verwendete man das erste Mal die heutige Schreibweise “Ahldorf”
~ 1382 bis  1806  war Ahldorf und die Burg Frundeck österreichisches Lehen
   1419  um diese Zeit wurden vermutlich die Burgen Ahldorf und Frundeck zerstört
~ 1437 begann man die erste Ortskirche (im gotischen Stil) zu erbauen
~ 1465 war der Kirchturm fertiggestellt
   1515  170 Ahldorfer Bürger feierten die Altarweihe
   1551  die Ahldorfer Kirche wird selbständige Kaplanei
   1618  bis 1648 der 30jährige Krieg: 1635 eine große Mißernte, Pest und Wolfsplage
   1725  rebellierten die Ahldorfer wegen der übergroßen Frondienste
   1725  Ahldorf erhält einen eigenen Pfarrer - Ahldorf zählt 355 Bürger
   1758  wurde Ahldorf selbständige Pfarrei
   1806  Ende der österreichischen Herrschaft über Ahldorf
   1809  die allgemeine Schulpflicht wird eingeführt
   1815  wohnen schon 754 Bürger in Ahldorf
   1843  bis 1844 dauerte der Bau des Schul- und Rathauses
   1844  bis 1846 wurde für 30 000 Gulden eine neue Kirche gebaut
   1848  kommt die neue Orgel in die Kirche
   1860  gründet sich die erste eigene Musikkapelle in Ahldorf
   1865  erreichte Ahldorf die höchste Einwohnerzahl seit der Gründung: Fast 900 Bewohner.
   1870  beginnt auch in Ahldorf das Industriezeitalter: Die erste größere Fabrik entsteht als
             Anbau an ein vorhandenes Gebäude, die Maschinenfabrik Jung.
             Es werden Brauereimaschinen, Pich- und Imprägnieranlagen hergestellt.
   1887  wird die freiwillige Feuerwehr gegründet
   1895  ist die erste Dampf- Dreschmaschine in Ahldorf im Einsatz
   1898  entsteht die Spar- und Darlehenskasse
   1901  wird die Leitungswasserversorgung gebaut: Die meisten Gußrohre sind heute
             noch im Einsatz
   1911  wurde die Genossenschafts-Moste angeschafft
   1912  bis 1913 bekommt Ahldorf die elektrische Stromversorgung (110 Volt Lichtstrom)
   1920  Vereinsgründungen: Der Kegelverein, ein Schützen- und ein Fußballverein
   1924  kommt noch der Radfahrverein und...
   1927  der Gesangverein hinzu
   1931  wird die Maschinenfabrik Jung erweitert: mit 660 m² ist sie das flächenmäßig
             größte Gebäude in Ahldorf

Briefkopf der ersten größeren Fabrik in Ahldorf

Baur2

Der letzte Bürgermeister von Ahldorf, Kaufmann Oskar Baur

Er diente von 1948 bis 1971

Brucklg2

   1935  bis 1936 wird das Gewölbe des Weitenbrunnens neu aufgemauert. Eine
             Schwesternstation mit einer Kinder- und Krankenpflegeschwester wird gegründet
   1939  Das Pfarrhaus wird zum Kindergarten und zur Schwesternwohnung umgebaut
             Ahldorf erreicht einen Tiefpunkt der Einwohnerschaft: Nur noch etwa 470 Bürger.
   1945  / 1946 : Ahldorf zählt 23 Kriegstote, 50 - 60 Flüchtlinge ziehen nach Ahldorf
   1950  entsteht der Musikverein Ahldorf; die Einwohnerzahl steigt wieder.
   1952  wird der erste Schlepper in der Ahldorfer Landwirtschaft eingesetzt
   1956  und 1957 werden 5 Aussiedlerhöfe gebaut
   1958  Gründung der Ortsgruppe Ahldorf vom Roten Kreuz
   1959  Die Abwasserkanalisation wird gebaut, noch ohne Klärwerk
   1960  Die erste große Flurbereinigung
   1961  Ein neuer Sportplatz wird angelegt. Die Firma Tillwich- Chemie entsteht.
             Es werden Feinstöle für die Feinmechanik hergestellt
   1968  wird eine Friedhofshalle und...
   1969  ein Sportheim gebaut. Die Firma TELA Werkzeugfabrik siedelt sich an
   1971  Die Folgen der Gemeindereform: Ahldorf wird ein Stadtteil von Horb, der letzte
             Bürgermeister geht in den Ruhestand. Ahldorfs Selbständigkeit geht verloren.

   1973  Die große Kreisreform kommt: Der Kreis Horb (seit 1938) wird dem Landkreis
             Freudenstadt zugeschlagen, der Regierungsbezirk wird Karlsruhe (war Tübingen)
   1974  bis 1977 dauert der Bau der Autobahn von Stuttgart nach Singen. Die Straße
             nach Mühringen wird umgelegt und ausgebaut. Die 115 m hohe Neckartalbrücke
             für die Autobahn ist im Bau
   1978  Am 20. Dezember wird die Autobahn freigegeben.

   1978  Weitere Straßenbauten folgen: Der Autobahnzubringer (B32) von Horb und
             Nordstetten, die Ahldorfer Ortsdurchfahrt (ihr fallen mehrere Gebäude und der
             gewachsene Ortskern zum Opfer) und die Straße zum Autobahnzubringer
   1979  bis 1989 dauert die Flurbereinigung als Folge des Autobahnbaus
   1982  wird ein Feuerlöschteich neben dem Feuerwehrhaus / Rathaus gebaut
   1982  bis 1983  zwei Jahre Bauzeit für die Abwasser- Sammelkläranlage Mühlen / Ahldorf

   Ab 1982 ging´s Schlag auf Schlag:

Eine Mehrzweckhalle wird geplant und gebaut, mehrere Vereine werden gegründet, u.a. der    Tennisverein 1985 und die Narrenzunft 1976 mit ihren Untergruppen. Neubaugebiete werden erschlossen, einige kleinere Betriebe siedeln sich an und weitere Wohngebäude werden errichtet. Die Einwohnerzahl steigt bis Jahresende 1999 auf fast 750.

Doch auch für die Zukunft gibt es noch viel Arbeit: Die Erneuerung der teilweise fast hundertjährigen Frischwasserleitungen, die Erweiterung und Modernisierung der Abwasserkanäle, der innerörtliche Straßenbau usw...

Ahldorf schaut optimistisch in die Zukunft: Es gibt viel zu tun..., packen wir´s an!
 

wird fortgesetzt...

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