Einbauanleitung für alle 2CV, Dyane, AZU, AK, Acadiane, d.h. alle Fahrzeuge mit 2CV-Zündung

ALLGEMEINE EINBAUANLEITUNG

Bitte erst die Einbauanleitung lesen, dann mit dem Einbau beginnen. Festlegen, wo SIRIUS montiert werden soll: Nicht in der Nähe heißwerdender Teile, wie Auspuff, Kühlwasserschläuche, Kühler, Heizung und nicht direkt im Spritzwasserbereich, weil winterliches Salzwasser die Kabelanschlüsse zerfressen kann. Der beste Platz ist natürlich der Innenraum. SIRIUS möglichst so montieren, daß die Kontroll-Lampe sichtbar ist. An der vorgesehenen Stelle vier 3mm-Löcher mit einem spitzen Vorstecher ins Blech drücken (oder 3mm-Löcher bohren) und SIRIUS mit Blechschrauben und Zahnscheiben festschrauben. Wird SIRIUS an einem Kunststoffteil befestigt, ein Kabel von einer Befestigungsschraube nach Masse legen, damit SIRIUS Masse (Minus) erhält. Ohne diese Masse arbeitet SIRIUS nicht! Der Zündspulen-Minus-Anschluß an der SIRIUS kann auch als Masseanschluß verwendet werden; Doppelstecker und ein kurzes 1,5 mm² Kabel verwenden.

Spätestens jetzt Zündung ausschalten!

Kabelanschluß

Bitte beachten: Beim Einbau immer zuerst die Kabel von SIRIUS zur Zündspule anschließen, dann die anderen. Beim Ausbau umgekehrt. So ist die Gefahr, eine ‘gewischt’ zu bekommen, gleich null.

Es werden, außer den Zündkabeln, alle Kabel von der Zündspule abgemacht. Das verdrillte schwarze SIRIUS -Kabel wird an den SIRIUS-Anschlüssen “zur Zündspule” (Farben beachten) und an der Zündspule angeschlossen, rot an “+” oder “Bat” und schwarz an “-” oder “RUP”. Ein Verwechseln dieser beiden Anschlüsse hat normalerweise keine negativen Folgen.

Das verdrillte rot-blaue Kabel wird an die SIRIUS-Anschlüsse “+” (rotes Kabel) und “UK” (blaues Kabel) gesteckt. Das Kabel, das vom Unterbrecher kommt und bisher am Minuspol der Zündspule angeschlossen war, wird an das blaue SIRIUS-Kabel angeschlossen. Das vom Zündschloß kommende, bisher am Pluspol der Zündspule angeschlossene Kabel wird mit dem roten SIRIUS-Kabel verbunden. Achtung! In dieser Plusleitung darf kein Widerstand oder Widerstandskabel sein! SIRIUS wird sonst früher oder später zerstört werden, auch wenn sie anfangs scheinbar richtig arbeitet. Im Zweifelsfalle immer vorher testen, wie unter “Welchen Anschluß hat mein Fahrzeug” weiter unten beschrieben, oder im Elektrik-Schaltplan des Fahrzeugs nachschauen. Ein solcher Widerstand (Vorwiderstand der Zündspule) muß nicht an der Zündspule angebracht sein, er kann sich auch versteckt unter dem Armaturenbrett befinden.

Zwecks Korrosionsschutz Kontakte leicht einfetten.

Achtung: Die verdrillten schwarz-schwarzen und die rot-blauen Kabel nicht vertauschen!

Eigentlich wäre hiermit der Einbau der SIRIUS vollständig erklärt,

wenn ..., ja wenn es nicht die Sonderfälle gäbe. Diesen Sonderfällen dienen die folgenden Erklärungen und diese

 

Anschlußprinzip

Die Zündspule wird von der SIRIUS versorgt, die SIRIUS wird an Plus vom Zündschloß und an das Unterbrecherkabel angeschlossen. Minus, also Masse erhält die SIRIUS über die Befestigungsschrauben.

SIRIUS rechts oder links neben der Batterie (2CV) oder einer anderen wassergeschützten Stelle mit vier Blechschrauben und Zahnscheiben montieren. Mit einem Vorstecher vier 3 mm-Löcher in das Blech drücken. Spritz- (salz) wasser läßt die Kontakte und Schrauben korrodieren, darum leicht mit Batteriefett einfetten. Beim Festschrauben auf gute Masseverbindung achten.

Spätestens jetzt Zündung ausschalten!

Kabel an die SIRIUS stecken: Das verdrillte schwarze Kabel an “zur Zündspule”, das blau-rote an “+” und “UK” stecken: Farben beachten. Die Kabel entlang des Kabelbaums nach vorne verlegen. Beide Kabel der Zündspule abziehen (nicht die Zündkerzenkabel). Das schwarze SIRIUS-Kabel an die Zündspule stecken, rot an “+” und schwarz an “-”. Das von der Zündspule abgezogene + Kabel (kommt aus dem Kabelbaum) an das rote SIRIUS-Kabel, das zweite (kommt vom Motor-Lüftergehäuse unten, Unterbrecherkabel) an das blaue SIRIUS-Kabel stecken. Alle Kabel am Kabelbaum oder anderswo so festmachen, daß sie nicht auf heiße Auspuffteile durchhängen oder irgendwo durchscheuern können. Darauf achten, daß die SIRIUS -Kabel und ihre Steckverbindungen etwas Abstand zum Zündkerzenkabel haben. Überspringende Funken, besonders bei Nässe, könnten SIRIUS sonst beschädigen. Alle Steckverbindungen leicht einfetten.

SIRIUS kann auch im Innenraum unter der Ablage montiert werden, die Kabellänge reicht. SIRIUS ist hier am besten geschützt und man kann sie nicht sehen (Oldtimer). Durch die Spritzwand bohrt man dann ein entsprechendes Loch für die Kabel (gegen Durchscheuern schützen), umwickelt sie Citroën-üblich, mit schwarzem Isolierband oder zieht sie durch Isolierschlauch. Die Durchführung gut abdichten (Acryl). Nachteil: Die Zündkontroll-Leuchte ist schlecht zu sehen.

Sonstiges

Zur Vereinfachung der Zündzeitkontrolle macht man an der Schwungscheibe, mit der Kurbel auf Zündzeitpunkt gedreht, eine Markierung, z.B. weißer Farbstrich, deren Stellung zum Motorgehäuse man leicht sehen kann (Linke Motor-Getriebe- befestigung). Im Bereich 3 bis 20 mm nach dieser Marke soll (mit SIRIUS) die Zündung erfolgen. Man kann die Zündungs- einstellung leicht prüfen: Bei eingeschalteter Zündung (kein Gang eingelegt!) mit der Kurbel langsam den Motor drehen. Liegt die Markierung im vorgesehenen Bereich (z.B. 5 mm), muß die rote Leuchtdiode an der SIRIUS erlöschen. Zeitaufwand: Minimal!

Beim SIRIUS-Einbau immer zuerst die Zündspule anschließen, dann die anderen Kabel. Beim Ausbau umgekehrt.
Zur Sicherheit: Getriebe auf Leerlauf und Zündung ausschalten!
Falls Motorwäsche mit dem Dampfstrahl gemacht wird: SIRIUS ist kein Motorteil!

Das Unterbrechergehäuse innen immer fett- und ölfrei halten, also nicht ölen oder fetten (auch nicht den Unterbrechernocken). Fett oder Öl kriecht auch auf den Unterbrecherkontakt: Da Öl oder Fett isolierend wirken, sind Zündaussetzer (mit SIRIUS) oder schnellerer Kontaktabbrand (ohne SIRIUS) die Folge. 

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Es ist sinnvoll, diese Schaltpläne (evtl. mit einem Bildbearbeitungprogramm) auszudrucken!

SONDERFÄLLE

Es gibt Fahrzeugtypen, die einen Widerstand oder (sehr selten) ein Widerstandskabel vor der Zündspule haben. Des weiteren nutzen die Fahrzeughersteller die zwei Anschlüsse an der Zündspule aus, um weitere Kabel anzuschließen. An der Minusseite hängen z.B. Kabel zum Drehzahlmesser oder Diagnosestecker, an der Plusseite z.B. Kabel zur Anlaßhilfe (nur bei Widerstand oder Widerstandskabel) zum Diagnosestecker oder zu weiteren Geräten, wie Radio, Beleuchtung oder sonstiges elektrisches Zubehör, die beim Einschalten der Zündung mit Strom versorgt werden sollen. Ist dies der Fall, muß man die Kabel des Grundanschlusses suchen. Im folgenden werden die verschiedenen Variationen und der dazugehörige Anschluß gezeigt. Dieser Teil der Anleitung ist extra ausführlich gehalten, damit es auch dem weniger Fachkundigen möglich ist, SIRIUS anzuschließen. Lassen Sie sich also nicht von den vielen Zeichnungen und dem Text erschrecken, es handelt sich immer nur um einen Anschluß (das Plus-Kabel der Stromversorgung), der variiert, die anderen Kabel sind immer gleich angeschlossen.

Welchen Anschluß hat mein Fahrzeug?

Zuerst sucht man die Zündspule: Ist an ihr ein Widerstand? Achtung, es kann auch ein Kondensator (Radioentstörung) daran befestigt sein. Unterscheidung: Motor ca 2 min im Leerlauf laufenlassen, der Widerstand wird warm, der Kondensator nicht. Ist kein Widerstand angeschlossen, kann es nur noch um Typ A (Grundschaltung), D oder E handeln. Jetzt muß man prüfen, ob ein Widerstandskabel (sehr selten) eingebaut ist (siehe unten). Auch bei einem Widerstandskabel können weitere Kabel am Pluspol sein (Typ E oder Kabel zum Diagnosestecker). Ist ein Widerstandskabel eingebaut, muß man ein zusätzliches Kabel vom Zündschloß her verlegen, damit SIRIUS den notwendigen direkten + Anschluß erhält. Dieser Anschluß ist leicht zu finden (am besten am Sicherungskasten), da beim Zündungs-Einschalten noch weitere Verbraucher, wie z.B. Beleuchtung, mit eingeschaltet werden

Prüfung, um welches Kabel handelt es sich?

man benutzt eine Scheinwerferbirne (wegen Widerstandskabeltest mindestens 45 Watt) mit 2 angeschlossenen Kabeln. klemmt man ein Kabel an Masse, kann man mit dem anderen leicht feststellen, wo + ist (Probe: An den +Pol der Batterie halten, die Birne brennt hell).

1. Spannungsversorgung vom Zündschloß
Die Anschlüsse vom Pluspol der Zündspule bzw. vom Widerstand werden abgezogen. Die Zündung einschalten, nicht starten. Das Kabel der Birne mit dem vermuteten Kabel vom Zündschloß verbinden: Leuchtet die Birne hell, hat man den Spannungsanschluß vom Zündschloß gefunden. Andernfalls die anderen Kabel testen. Zur Kontrolle Zündung ausschalten, die Birne darf nicht mehr brennen. Gefundenes Kabel kennzeichnen.

2. Widerstandskabeltest.
Vorgehen wie bei 1. Ist es ein Widerstandskabel, brennt die Birne merklich dunkler als beim direkten Anschluß an der Batterie. Zum Vergleich hin und her testen. Kabel kennzeichnen.

3. Kabel für zusätzliche Stromversorgung beim Anlassen
Alle Kabel vom Pluspol der Zündspule abziehen. Birne wie bei 1 an vermutetes Kabel anschließen. Leerlauf einlegen. Zündung einschalten, die Birne darf nicht leuchten. Zündschlüssel weiterdrehen um Anlasser zu betätigen. Die Birne darf nur während der Betätigung leuchten. Kabel kennzeichnen.

4. Drehzahlmesserkabel
Meistens ist das Kabel zum Drehzahlmesser, wie auch das Unterbrecherkabel, am Minuspol der Zündspule angeschlossen. Vor dem Abziehen des vermuteten Drehzahlmesserkabels prüfen, ob der Drehzahlmesser bei laufendem Motor noch funktioniert. Dann den Motor abstellen und das Kabel abziehen. Motor starten: Falls es das Drehzahlmesserkabel ist, bleibt die Anzeige bei null stehen. Zur Sicherheit Gegenprobe machen. Kabel kennzeichnen.

Beim Anschluß der SIRIUS wird das Drehzahlmesserkabel mit dem Unterbrecherkabel am Unterbrechereingang (Punkt 1 des Schaltplans) der SIRIUS (blau markiert) angeschlossen. Falls der Drehzahlmesser nichts anzeigt (sehr selten, meist nur bei Drehzahlmesser älterer Bauart), muß man das Kabel am Plusanschluß (Bat) der Zündspule anschließen. Ist dann die Anzeige zu hoch, muß man einen Vorwiderstand (es reichen die kleinen 1/4 Watt Widerstände) dazwischen schalten. Man probiert erst mit 100 kOhm, stimmt die Anzeige nicht, halbiert man den Wert so lange, bis die Anzeige stimmt. Wohlgemerkt, dies ist äußerst selten, es wurde trotzdem beschrieben, um in allen möglichen Fällen zu helfen.

Mit den gekennzeichneten Kabeln und den Schaltplänen ist der Anschluß immer möglich.

ZÜNDZEITPUNKT- KONTROLLE UND  EINSTELLUNG

Grundsätzliches
Wenn man auf die Möglichkeit und Sicherheit des einfachen Zurückrüstens auf Normalzündung, auch unterwegs, nicht verzichten will, ist man auf den Unterbrecherkontakt und den Kondensator angewiesen.
Man kann diese Bauteile zur Erreichung einer maximalen Lebensdauer nur optimal schonen (wie es die SIRIUS macht). Jedoch kann eine noch so gute elektronische Zündanlage einen verschlissenen Unterbrecherkontakt nicht ersetzen; auch ist es völlig sinnlos, damit eine Zündung einzustellen.
Falls also der Unterbrecherkontakt schon sehr alt ist, baut man mit SIRIUS auch gleich einen neuen ein, man hat dann bestimmt die nächsten 100 000 km Ruhe. Die einzige Abnutzung entsteht nur am Kunststoffhammer, der, auf dem Unterbrechernocken “gleitend”, den Unterbrecherkontakt betätigt. Der Unterbrecherkontakt wird praktisch nicht mehr abgenutzt.

Das Unterbrechergehäuse innen immer fett- und ölfrei halten, also nicht ölen oder fetten (auch nicht den Unterbrechernocken). Fett oder Öl kriecht auch auf den Unterbrecherkontakt: Da Öl oder Fett isolierend wirken, sind Zündaussetzer (mit SIRIUS) oder schnellerer Kontaktabbrand (ohne SIRIUS) die Folge. 

Einstellung
Die Zündungseinstellung kann wie bisher statisch oder mit Zündlichtpistole erfolgen. Die in der SIRIUS eingebaute Leuchtdiode erlaubt eine statische Einstellung, sie brennt bei geschlossenem Unterbrecherkontakt. Beim Öffnen des Kontaktes erlischt die Lampe, hier erfolgt auch die Zündung.

Kontrolle
Hat man die Zündung einmal korrekt eingestellt, markiert man an sichtbarer Stelle am Schwungrad (oder Riemenscheibe an der Kurbelwelle) und Motorgehäuse diese Stellung. Manche Fahrzeuge haben dies schon vorbildlich ab Werk. Mit dieser Hilfe kann man dann in Zukunft jederzeit ohne weitere Hilfsmittel bei eingeschalteter Zündung durch langsames Weiterdrehen des Motors von Hand den Zündzeitpunkt (Zeitpunkt, wo die SIRIUS-Lampe ausgeht) überprüfen. Da der Schließwinkel mit SIRIUS völlig egal ist, hat man damit bereits die gesamte Zündeinstellung kontrolliert. Den Motor sollte man hierzu nur immer in Laufrichtung langsam drehen (also nicht zurück).

Vorsicht: Den Motor nur langsam drehen, da er mit SIRIUS sehr leicht anspringen kann !

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