Das Drehzahlverhalten verschiedener Zündanlagen

Optimal ist ein Zündfunken hoher Spannungsanstiegsgeschwindigkeit und konstanter Leistung unabhängig von der Batteriespannung und der Motordrehzahl. Damit wird die Zündverzugszeit ein kalkulierbarer Wert und lässt sich durch die Frühzündungseinstellung einfacher kompensieren. Die Zündimpulsenergie muss so groß sein, dass jedes zündfähige Gemisch sicher gezündet wird und eine weitere Erhöhung keine Verbesserung mehr bringt. Mehr Zündenergie verringert dann nur noch durch höheren Elektrodenabbrand die Lebensdauer der Zündkerzen. Besonders ungünstig wirkt sich eine Abnahme der Zündimpulsleistung bei höchsten Drehzahlen aus, die Motoren werden “drehzahlfaul”.

Normale Spulenzündung

Ungünstigster Zündfunken aller Zündanlagen. Die Zündimpulsenergie ist stark von der Batteriespannung und der Motordrehzahl abhängig. Bei hohen Drehzahlen besteht er aus 3 bis 4 Einzelfunken, wovon die letzten 1 bis 3 nicht mehr zur Zündung beitragen und demnach wertlos sind. Die genaue Einstellung des Schließwinkels ist sehr wichtig, um bei der kurzen Einschaltzeit genügend Energie in die Zündspule einzubringen. Mit aus diesem Grund sind normale Spulenzündungen für hohe Drehzahlen ungeeignet.

Transistorzündung neuester Stand

Die Transistorzündung verhält sich durch den günstigeren Gleichstrom-Zündfunken trotz der geringeren Zündfunken- leistung besser bei höheren Drehzahlen als die normale Spulenzündung. Ebenfalls starke Abhängigkeit der Zünd- energie von der Batteriespannung und der Drehzahl. Gewisse Schwierigkeiten bereitet die genaue Dosierung der Frühzündung, da die Zylinderfüllungen nicht immer gleich und durch den schwächeren Zündfunken die Zündverzugs- zeit ungenauer ist. Deswegen ist auch hier das genaue Einhalten des Schließwinkels wichtig. Abhilfe würde hier nur die klopfsensorgesteuerte Zündzeitpunktverstellung bringen oder die Verwendung von Spezial- Transistorzündspulen zur Zündimpuls-Leistungserhöhung.

SIRIUS Zündanlage

SIRIUS erzeugt zwischen 4,0 und 18 Volt Batteriespannung und bis zur höchstzugelassenen Drehzahl (300 Hz, enspr. 18 000 U/min bei 2zyl/12 Volt) einen Gleichstrom-Zündfunken mit sehr hoher Spannungsanstiegsgeschwin- digkeit und immer gleicher Größe. Dadurch ist das Einstellen der Frühzündung wenig kritisch, sofern man nicht in den Klopfbereich geht. Ein genaues Einstellen des Schließwinkels ist unnötig, weil der gesamte Zündvorgang der SIRIUS nur vom Öffnen des Unterbrecherkontakts ausgelöst wird. Der bei hohen Drehzahlen (z.B. 6000 U/min) gegenüber der normalen Spulenzündung doppelt so starke Zündfunke (gegenüber der Transistorzündung sogar fünffach) macht die Motoren “drehzahlfreudig”.

A:

B:

S1:

Normale Spulenzündung

Transistorzündung neuester Stand

SIRIUS Zündanlage bei normaler Temperatur von plus 20° C

SIRIUS Zündanlage bei Kälte von minus 10° C

S2:

Der normale Arbeitsbereich des Motors ist schattiert

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